Der Kunde zahlt nicht – was tun?

Der Kunde zahlt nicht – was tun?

Wenn der Kunde die Rechnung nicht bezahlt, herrscht zuerst oft Ratlosigkeit. Es gibt jedoch einen klaren Weg und fünf Schritte, wie du an dein Geld kommst.

1. Das Gespräch

Der persönliche Kontakt zu deinen Kunden ist zu jeder Zeit wichtig und sollte gepflegt werden. Wenn aber eine Zahlung ausbleibt, ist es um so wichtiger das Gespräch zu suchen.

Du solltest hier jedoch nicht mit der Tür ins Haus fallen und dich eher beiläufig nach der ausstehenden Zahlung erkundigen. Entweder erfährst du so, dass dein Kunde deine Rechnung einfach vergessen hat oder es kommen andere Gründe ans Tageslicht.

Es empfiehlt sich, (außer bei Wiederholungstätern und auch nur wenn deine eigene finanzielle Situation nicht ebenfalls kritisch ist) eine Lösung zusammen mit dem Kunden zu finden. Denn es soll ja auch in Zukunft dein Kunde bleiben. Ein Zahlungsaufschub oder eine Ratenzahlung sind Möglichkeiten, die hier in Frage kommen.

2. Die Zahlungserrinerung

Sollte das Gespräch nicht erfolgreich verlaufen oder erst gar nicht möglich sein, kommt die Zahlungserrinerung an die Reihe. Diese erfolgt schriftlich und ist betont freundlich. Satzbausteine wie „Vielleicht sind sie noch nicht dazu gekommen…“ unterstreichen die Tonalität. In diesem Stadium kannst du ein Versehen nicht ausschließen und solltest den Kunden daher nicht durch eine Mahnung in Verlegenheit bringen.

Übrigens: Eine Zahlungserrinerung ist rechtlich gesehen wie eine Mahnung zu bewerten.

3. Die Mahnung

Es hat sich etabliert drei Mahnstufen einzuhalten. Dies ist jedoch nur ein ungeschriebenes Gesetz und keinesfalls bindend. Rein rechtlich gesehen bedeutet eine Mahnung nur, dass der Kunde von nun an in Zahlungsverzug gerät. Verzug bedeutet hier, dass du von diesem Tag an Anspruch auf Verzugszinsen hast. Diese liegen (sofern nicht anders vereinbart) bei acht (Handelsgeschäft) oder fünf (Verbauchergeschäft) Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Wie viel das genau ist, kannst du hier ausrechnen: Zinsberechnung

Da die Zahlungserrinerung auch eine Mahnung ist, gerät der Kunde durch sie bereits in Verzug. Das bedeutet, dass du mit der ersten Mahnung bereits Verzugszinsen berechnen darfst. Ohne Mahnung gerät der Kunde, sofern es sich nicht um eine Privatperson handelt, nach 30 Tagen automatisch in Verzug. Darüber hinaus soll die Mahnung deinem Kunden vor allem eines vermitteln: Du meinst es ernst!

Wenn du drei Mahnungen schickst, sollte der Ton von Mahnung zu Mahnung unmissverständlicher werden. Höflichkeitsfloskeln sind in der letzten Mahnung fehl am Platz.

4. Das Anwaltsschreiben

Sollten alle Mahnungen und Gespräche nicht geholfen haben, so bleibt nur der Weg zum Anwalt.
(Manch einer entscheidet sich an diesem Punkt auch für ein Inkasso Unternehmen)

Der Anwalt deines Vertrauens wird zunächst dem Kunden ein Schreiben schicken. Dieses wirkt oft Wunder, denn es trägt den Briefkopf eines Anwalts und macht inhaltlich unmissverständlich klar, dass dies die letzte Möglichkeit vor dem Gerichtsverfahren ist, die Schulden zu bezahlen.
Normalerweise sollte der Kunde, um weitere Kosten zu vermeiden, nun zahlen. Ist dies nicht der Fall, so kann dein Anwalt für dich Klage einreichen.

Die Kosten für den Anwalt bemessen sich immer nach dem Streitwert. Sie sind also abhängig von dem Betrag, der dir geschuldet wird. Welche Kosten auf dich zukommen, kannst du z.B. hier grob ausrechnen: Anwaltskostenrechner. Natürlich muss dein Kunde im Nachhinein für diese Kosten aufkommen. (Sofern du das Verfahren gewinnst)

5. Die Klage

Zunächst einmal das Wichtigste: Wenn du deinen Kunden verklagt hast, hört er sehr wahrscheinlich auf dein Kunde zu sein. Nun das positive: eine Klageschrift im Briefkasten hat schon einige Menschen dazu bewegt doch zu zahlen und sich somit unnötige Kosten durch ein (langes) Gerichtsverfahren zu sparen.

So ein Verfahren kann viele Ausgänge haben, wenn beide Parteien es auf einen Richterspruch ankommen lassen. Wenn du gewinnst, hast du einen Titel gegen den Schuldner in der Hand, der 30 Jahre lang vollstreckt werden kann. Allerdings verursacht auch die Vollstreckung Kosten, die du zunächst einmal vorstrecken musst.

Wenn du vor Gericht ziehst, gibt es jedoch unzählige Unwägbarkeiten, die du dir von deinem Anwalt erklären lassen solltest. Auch taktische Gesichtspunkte sind zu berücksichtigen und mit dem Anwalt zu erörtern. So. bringt es dir z.B. nichts, wenn du viel Druck auf deinen Schuldner ausübst und dieser dann insolvent wird, bevor du dein Geld bekommst.


Dieser Beitrag stellt keine individuelle rechtliche oder steuerliche Beratung dar,
sondern gibt lediglich die Meinung des Verfassers wieder. Irrtümer und Fehler vorbehalten.

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36 Kommentare zu “Der Kunde zahlt nicht – was tun?”

  1. Christian

    02. Nov, 2009

    Um den einen oder anderen Schaden zu umgehen wäre es sinnvoll die Zahlung von Anfang an zu splitten: 30% Anzahlung bei Auftragsannahme. Weitere 30% nach Präsentation und die restlichen 40% nach erfolgreichen Abschluss des Auftrags.

  2. Patrick Offczorz

    02. Nov, 2009

    hmmm eine Anzahlung von 30% halte ich für persönlich als unseriös aber dennoch für sehr sinnvoll. Hat jemand Erfahrung mit einer Anzahlung gemacht, wie reagieren die Kunden?

    • Freelancer-Blog

      02. Nov, 2009

      Eine Anzahlung ist nicht unüblich.

      Auch eine Aufteilung wie sie Chrisitan beschrieben hat ist nicht ungewöhnlich.

      Den Betrag zu splitten empfiehlt sich immer dann, wenn der Auftrag ein gewisses Volumen überschreitet. z.B. wenn es um mehr Geld geht, als du für gewöhnlich in einem Monat erwirtschaftest.

  3. Marvin O. Hassan

    11. Nov, 2009

    Schön hier wieder mal was zu lesen. Der Beitrag ist sehr hilfreich und gut geschrieben. Ein paar Literatur Empfehlungen zum Thema wären toll. Ich selbst hab mir „Designers Manual“ vor einer Weile zugelegt. Besonders die Vorlagen aus dem Buch haben mir am Anfang sehr geholfen. Kann es trotz des hohen Preises nur empfehlen.

  4. unbekannt

    27. Nov, 2009

    Hallo. Ja, eine Anzahlung ist nicht unüblich und jetzt ist mir das auch widerfahren und ich sitze da. Neben mir ein Kumpel, der die Arbeit geleistet und wir warten auf das Geld. Ich mache nichts mehr ohne Anzahlung. Wobei 20% wohl eher der übliche Satz ist. Mein Tipp: Schreibt in eure Aufträge die Zahlungsbedingung rein bspw. „Mit Annahme des Angebotes werden 20% des Projektwertes zu sofort fällig und nach Abnahme seitens des Kunden die restliche Summe innhalb von X Tagen.“

    Letztendlich muss man es auch mal so sehen: Ein Kunde der nicht zahlt, ist auch kein Kunde! Wozu auch noch lange Geschäftsbeziehungen mit jemanden führen, der nicht zahlt.

  5. Sabine

    03. Dez, 2009

    Hallo, sehr guter Beitrag! 🙂

    Nun habe ich aber eine Frage und hoffe, dass mir darauf jemand eine Antwort hat. Ich gehe davon aus, dass es hier keine dummen Fragen gibt 🙂

    Wie ist es, wenn ich als Freiberufler für eine Agentur einen Designauftrag für deren Kunden fertiggestellt habe, die Rechnung geschrieben (jedoch ohne -zahlung bitte bis zum..-) und auf die Überweisung warte. Nachdem ich nach 2 Wochen immernoch keinen Zahlungseingang feststellen konnte, fragte ich nach. Die Antwort war: bitte haben Sie verständnis, wenn wir Ihnen erst das Geld überweisen können, wenn Kunde xy gezahlt hat. Wie sieht das aus mit meinen Rechten? Muss mich der Finanzstatus der Agentur interessiern? Oder ist dieser völlig irrelevant?

    Sabine

    • Holger

      20. Dez, 2009

      Rechtlich gesehen ist es völlig irrelevant, ob die Agentur Ihr Geld erhalten hat, da Du ja ein Vertragsverhältnis mit der Agentur und nicht mit dem Kunden hast.

      Frech hätte man darauf antworten können: „Dann haben sie Verständniss dafür, dass ich dann auch alles kassieren muss, was Sie dem Kunden für meine Arbeit in Rechnung gestellt haben… also meine Rechnung plus Ihrem Aufschlag“

      Also…. das Risiko nicht auf Dich abwälzen lassen. Denn Du hast keinen Einfluss auf den Kunden. Du weißt ja noch nicht mal, ob der nicht bereits gezahlt hat

  6. majda

    18. Dez, 2009

    Eine Anzahlung von 40-50% ist bei mir ganz normal und die Kunden verstehen es wenn sie wissen das man in Vorleistung geht und es auch 2-3 Monate dauern kann bis die Arbeit fertig ist. Je nach Umfang der Arbeit. Also, man soll nicht hungrig arbeiten, oder?
    Leute, schämt euch nicht für eure Arbeit korrekt bezahlt zu kriegen, sonst denken die Kunden dass sie das recht haben erst nach Beendigung der Arbeit zu entscheiden ob es den gefällt und ob die erst dann Geld dafür haben. Hallo? Das geht so nicht!

  7. Holger

    20. Dez, 2009

    Leider ist der Artikel nicht ganz korrekt und für viele Freelancer ist hier der teure und nicht unbedingt notwendige Schritt über den Anwalt beschrieben.

    Es ist ohne grosse Kenntniss möglich, online über die Mahngerichte (/www.mahngerichte.de/) einen Mahnbescheid zu erstellen. Das ist oft schon der notwendige Schritt, um den Kunden zur Zahlung zu bewegen.

    Hier bleibt man dann auch nicht noch auf den Anwaltskosten sitzen, falls der „gute Kunde“ dann auch noch insolvent ist…

    • Freelancer-Blog

      20. Dez, 2009

      Hallo Holger,
      der Kunde kann bei Mahnbescheid immer Widerspruch einlegen. Dann folgt das normale Gerichtsverfahren und somit auch der Gang zum Anwalt.

      Das gerichtliche Mahnverfahren bringt nur etwas, wenn der Kunde keinen Einspruch einlegt.

      • Holger

        18. Jan, 2010

        Oft ist der Kunde aber eben beim Anblick eines Mahnbescheides schneller bereit, scih auf die Zahlung oder zumindestens Ratenzahlung einzulassen.

        Dieser Weg sollte aus der Praxiserfahrung heraus immer der erste sein. Denn in den meisten Fällen sind die Forderungen ja nicht bestritten.

        Falls der Kunde natürlich die Leistung selber bezweifelt, sollte der Rechtsanwalt bemüht werden

  8. Equan

    05. Jan, 2010

    Wir raten unseren Freelancern die Zahlungsmodalitaeten so zu vereinbaren und nach erbrachtem Arbeitsaufwand in mehrere Zahlungen zu splitten.

    Ist bei Verhandlungen mit Kunden nicht immer einfach durch zu setzen aber es ist meiner Meinung nach die einzig wirksame Loesung um nicht zu viel Geld bei der Geschichte zu verlieren. Denn Mahnungskosten, Anwalt, Prozesskosten kosten auch zuzueglich des Geldes einiges an Zeit und Geduld um am Ende doch vielleicht nicht das gewuenschte Ergebnis zu haben.

    Asserden bieten wir auf equan.de den Freelancern die Moeglichkeit die schwarzen Schafe zu beurteilen damit in Zukunft andere Freelancer nich noch einmal auf diesen Kunden reinfallen.

    Ich wuensche allen Freelancern ein erfolgreiches neues Jahr 2010 mit vielen neuen Kunden die auch ihre Rechnungen zahlen.

    Viel Erfolg in 2010

  9. Thorben

    06. Apr, 2010

    Ich nehme immer eine Anzahlung von 50% nach der Fertigstellung und Abnahme der Entwürfe. Da gab es bisher auch nie Probleme.

  10. Name (Pflichtfeld)

    13. Mai, 2010

    Ähnlich wie Thorben handhabe ich das auch. 50 % bei Vertragsunterzeichnung und die restlichen 50 % nach Fertigstellung. Damit gab es bei mir nie Probleme und die meisten Kunden freuen sich auch, da sie nicht den gesamten Betrag auf einmal zahlen müssen. Schließlich sieht ein kleinerer Betrag auf der Rechnung immer besser aus als ein größerer :-)!

  11. Gavin

    04. Jun, 2010

    Hier passiert nicht mehr viel in dem Blog, oder? Eigentlich schade.. woran liegts?

  12. Ficusia

    10. Jun, 2010

    Hai,
    noch 3 Stunden, dann sehe ich meinen (ex-) Kunden im Gerichtssaal. Mannmannmann, ich hab ja auch nichts anderes zu tun. Und es gibt Kunden, die es wirklich darauf ankommen lassen.
    Ich bin jetzt mal gespannt, wie die Sache ausgehen wird.

  13. Ralf

    14. Jul, 2010

    Nachdem ich nun in dem 25 Jahren meiner Selbständigkeit einige tausend D-Mark und Euros in den Wind geschrieben habe, habe ich mich ebenfalls bei Neukunden für eine Splittung des Rechungsbetrages entschieden. Bei größeren Beträgen schreibe ich Rechnungen über 30% nach Auftragserteilung, 30% bei Fertigstellung und den Rest nach 14 Tagen. Bei kleineren Beträgen rechne ich 50% bei Auftragserteilung und 50% 14 Tage nach Fertigstellung ab. Die Resonanz der Kunden: Es hat sich keiner daran gestört. Im Gegenteil: In diversen Fällen haben die neuen Kunden bereits deutlich vor Fälligkeit bezahlt und sind auch noch heute pünktliche Rechnungsbegleicher und gern betreute Kunden.

  14. Timo

    22. Sep, 2010

    Toller Artikel. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit einer 50 % Anzahlung gemacht. 50 % bei Auftragserteilung und die letzten 50 % nach Fertigstellung. Damit sind eigentlich immer alle Kunden zufrieden. Zudem kommt es so zu weniger Nichtzahlern bzw. Spätzahlern, so wie es Ralf schon berichtet hat.

  15. Sebastian

    05. Okt, 2010

    Hallo liebes Blog-Team, erst einmal einen herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Blog. Habe mich hier umgesehen und bin von der Qualität der Artikel sehr begeistert. Weiter so…

    Zum Post:

    Natürlich gibt es hin und wieder Kunden, die nicht zahlen, doch der größte Teil verhält sich immer korrekt und zahlt pünktlich, wenn man gewisse Dinge einhält:

    – Bei höheren Beträgen niemals den vollen Betrag verlangen, sondern in zwei Zahlungen (30/50 oder 50/50) aufteilen.
    – Versprechen, die man dem Kunden gibt, auch immer einhalten.
    – Vor Auftrag Referenzen aufzeigen, das schafft Vertrauen.
    – Wenn möglich eine Geld-zurück-Garantie anbieten.

    Dies sind einige wenige Punkt, die dabei helfen immer pünktliche Zahlungen zu erhalten :-).

  16. Antonia

    05. Okt, 2010

    Hallo alle zusammen! Habe ein kleines Problem: Also ich hatte einen Auftrag, der eigentlich über zwei Monate gehen sollte. Leider hat sich das Projekt verzögert und ging bis in den September. Obwohl ich meine ursprünglichen Auftrag abgeschlossen hatte. Wurden mir im September noch Aufgaben zugeteilt, die ich jetzt mit meinem Tagessatz abgerechnet habe. Nun dachte ich mir, dass ich mal eine Rechnung für den Monat schreiben sollte, schließlich ging das über die Vereinbarung hinaus bzw. war zusätzliche Arbeitszeit. Nachdem ich die Rechnung abgeschickt hatte, bittet mich die Kundin zurück zu rufen, da der Mehraufwand nicht vereinbart war. Am Telefon erzählt sie mir, dass sie mir doch Ende August mitgeteilt hatte, dass ich im September nicht gebraucht werde, dennoch hat sie mir weitere Aufgaben anvertraut, die ich gemäß meines Tagessatzes abgerechnet habe. Nun, weigert sie sich die zusätzliche Arbeit die ich geleistet habe zu bezahlen, weil das nicht vereinbart war. Da ich noch ziemlich neu in allem bin, weiß ich nicht, was jetzt richtig ist. Für mich war es jedoch klar, dass die Arbeit die ich über unsere vereinbarte Zeit leiste bezahlt wird. Das Projekt hat mir zwar sehr viel Spaß gemacht, aber dass ich nicht umsonst arbeite, kann man sich doch denken! Seh ich das falsch? Kann sie sagen, dass wir nur bis Ende August eine Vereinbarung getroffen haben und mir dennoch weiterhin Aufgaben zuschieben, in der Hoffnung, dass ich sie umsonst ausführe. Falls mir jemand einen Rat geben kann, würde ich mich sehr freuen, da ich fest mit dem Geld gerechnet habe und sonst im Moment nicht weiter weiß. Lieben Dank A.

    • Freelancer-Blog

      06. Okt, 2010

      Hallo Antonia,

      grundsätzlich empfiehlt es sich dem Kunden ab dem Zeitpunkt wenn die entsprechende Kosten anfallen darüber zu informieren. Das erspart viel Ärger und sorgt für die nötige Transparenz.

      In deinem Fall würde ich nun das Gespräch suchen, dem Kunden deine Situation schildern und eine Lösung (eventuell in der Mitte eurer beiden Forderungen) finden.

  17. Antonia

    06. Okt, 2010

    Grundsätzlich schon, aber da mein direkter Projektansprechpartner das wusste und ich ihm bescheid gegeben habe, dass ich die Extra-Arbeit in Rechnung stelle, bin ich davon ausgegangen, dass er seiner Kollegin, die die Finanzen übernimmt bescheid sagt. Ich hatte schon öfters Ärger mit dieser Agentur, verspätete Zahlungen, über die Vereinbarung hinaus gearbeitet und im nachhinein wurde dass als freiwillige Leistung und Zahlungspingeligkeit herunter gespielt.

  18. Linda

    08. Nov, 2010

    hallo,
    habe auch ein problem mit einem kunden – vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. übers internet hatte ich mit einer werbeagentur vereinbart, dass ich bilder bearbeite welche mir per mail zugesendet werden. leider (jung und dumm wie ich war) habe ich nichts schriftliches vereinbart und mich auf einen mündlichen „vertrag“ eingelassen. die bilder wurden mir zugesand, ich bearbeitete sie und schickte sie zurück. nun suchte ich schon öfters den kontakt zum geschäftsführer mit welchem ich den deal abgeschlossen habe – aber dieser weist mich immer wieder ab und antwortet mir nicht. als einzigen beweis habe ich nun nur die bilder (unbearbeitet und bearbeitet) noch auf meinem rechner und einen kleinen mail-verlauf welcher jedoch nichts aussagekräftiges beinhaltet. heute habe ich nun einfach eine rechnung zugeschickt – bin mir jedoch fast sicher, dass das nichts bringt. habe ich denn irgendeine chance auch ohne schriftlichen vertrag an mein geld zu kommen? (bitte keine belehrungen – ich weiss das war dumm – aber aus dieser erfahrung habe ich gelernt) über tipps wäre ich echt dankbar. grüsse

  19. Martin

    03. Feb, 2011

    Wieso ist hier denn nichts mehr Los?

  20. maxlennox

    08. Jun, 2011

    Hallo ,

    hat jemand Erfahrung mit Kunden die aus dem Ausland nicht zahlen ?
    Habe hier eine Bildagentur cubo images aus Mailand ( Italien ) vielleicht schon bekannt ?
    Renne seit Monaten meinem Geld hinter mit immer neuen Zahlungszielen.

    Gruss

    Hi,

    has anyone experience with customers who do not pay from abroad?
    Have here a picture agency cubo images from Milan (Italy) may already be known?
    Runns months since my money back with new payment terms.

    Greetings

    Ciao,

    qualcuno ha esperienza con i clienti che non pagano dall’estero?
    Qui una agenzia fotografica cubo immagini da Milano (Italia) potrebbe già essere conosciuto?
    Gara per mesi i miei soldi indietro con termini di pagamento.

    Saluti

  21. Andreas

    07. Sep, 2011

    Sehr guter Artikel, einen Aspekt um einen möglichen Zahlungsausfall zu umgehen vermisse ich: Factoring, also den Verkauf der Forderung an ein anderes Unternehmen mit dem Nachteil, dass das Dritte unternehmen nicht die volle Forderungssumme zahlt (i.d.R. dennoch einen sehr hohen Prozentsatz der Ursprungsforderung).

    Ich wundere mich eigentlich, dass das bei Freelancern bisher wenig beliebt ist. Hat schon mal jemand gute oder schlechte Erfahrungen mit Factoring gemacht?

  22. Robert

    27. Dez, 2011

    Mein Kunde (GmbH) hat die Rechnungen aus Monat 1 voll bezahlt, aus Monat 2 nur den Nettobetrag und Monat 3 blieb die Zahlung aus, insgesamt also > 10’000€ offen.
    Auf den Mahnbescheid folgte sein Widerspruch ohne Begründung.
    Dem Unternehmen geht es nicht besonders gut, das Produkt ist zwar fertig, steckt aber mitten im Marketing und es wurden erst wenige Lizenzen verkauft.
    Insolvenz durchaus wahrscheinlich.

    Ich sehe noch folgende Möglichkeiten, was meint Ihr dazu?
    – Klage: Bedeutet für mich nochmals 440€ Gerichtskosten und 750€ (+650€ zum Gerichtstermin) Anwaltskosten vorschießen.
    – Klage gewinnen, aber Gerichtstermin vrsl. erst in 3 Monaten, also nur eine Frage der Zeit.
    – Klage gewinnen und Schuldner nicht flüssig, Titel 30 Jahre gültig, aber weitere Kosten zur Volstreckung des Titels nötig, wie hoach diese Kosten sind, weiß ich nicht.
    – Schuldner vor Klage insolvent: verlorene „Investition“ 440€ + 750€
    – Schuldner liefert keine Klagebegründung => Fall automatisch gewonnen, aber so dumm wird er nicht sein, schätze ich. Immerhin muss er dazu ebenfalls ca. 1500€ Anwaltskosten für seinen Anwalt tragen.

    Diese ganzen Fragezeichen bringen mich zum Punkt
    => Factoring, also meine offene Forderung zu verkaufen.
    Frage: welche seriösen Unternehmen gibt es da auf dem Markt?
    V.a. möchte ich dabei keine Kosten und kein Risiko mehr tragen.
    Ich wünschte mir: ich bekäme meinetwegen 40% meiner Forderung, also 4000€ und ich höre nie wieder etwas von dem Fall.

    Was meint Ihr?

  23. VH

    02. Jan, 2012

    1.Erinnerung oder 1 Mahnung (freundlich und Sachlich)
    2. 2te Mahnung (bestimmter und mit mehr Druck)
    3. 3te Mahnung (mit deutlichem Hinweiss was passiert wen nicht gezahlt werden sollte.)
    4.An das Inkassobuero seines Vertrauens weitergeben.
    5.Dem Inkassobuero folge leisten (Mahnbescheide,Anzeigen usw.)
    Damit erziehlt man oft (leider nicht immer) gute Erfolge mit den Speziellen Kunden.

  24. Nurettin

    31. Jan, 2012

    Aus diesem Grund arbeite ich als Freelancer nur mit grossen Agenturen. In den letzten 13 Jahren freiberuflicher Projektarbeit habe ich nur einmal 2 mal nachtelefonieren müssen bei einer Personalagenturen. Dann haben sie den Betrag auch überwiesen. Mein Tipp : Nur mit grossen Personalagenturen arbeiten, dann gibt es auch keine Probleme (meine Erfahrung).

  25. Amerikanisches poker

    09. Mai, 2012

    Ich bemerke gerade in diesem Moment, dass ich diese Seite deutlich mehr lesen musste 😉 – da kommt der Leser wirklich auf Einfalle

  26. Köhler

    19. Mrz, 2013

    Hallo Leute,kann jemal mir Lösung geben?Hat ein Kunden nicht bezahl,kann ich die Tür erst zu,und dann Polizeit Anrufen?Ist das recht?

  27. Kama-Fashion

    29. Jul, 2013

    Hallo,
    uns ist es jetzt zum zweiten Mal passiert, dass ein Kunde nicht zahlen möchte. Wir vergeben Kommissionsware und rechnen dann die verkauften Artikel ab. Nicht verkaufte Ware kann zurückgeschickt werden. Die beiden Kunden haben weder die Ware zurückgeschickt noch die offenen Rechnungen bezahlt. Auch auf die ganzen Telefonate und Emails wurde nicht reagiert oder uns vertröstet. Wir haben nun Mahnbescheide erlassen. Sollte keiner zahlen, wissen wir auch nicht weiter

  28. Ludmila

    13. Jan, 2014

    Ich habe seit 10 Monaten schon drei Mal Übersetzung kostenlos gemacht. Die Kunden wollen gar nicht zahlen. Jahrelang habe ich problemlos gearbeitet und jetzt sowas!
    Ich schlage vor eine Internetseite mit Namen von zahlungswürdigen Kunden zu machen. Ich vermute, dass meine problemkunde nicht nur mich betrogen haben. Und so kann man anderen Übersetzer helfen.

  29. Steve

    17. Jan, 2014

    Hallo,
    ich habe ein Problem, ich habe einen ziemlich großen Auftag aber mein Kunde möchte keine Anzahlung leisten, da es ein Versicherungsschaden ist.
    Jetzt ist meine Frage an euch, wie kann ich Absicherung?

    • mario

      25. Mrz, 2014

      Hallo Steve,

      dies ist relativ einfach. Du schreibst ein Angebot, dein Kunde kann dieses dann deiner Versicherung geben (theoretisch geht es auch wenn dein Kunde dir die Daten wie du mit seiner Versicherung in Kontakt treten kannst gibt – hierbei wichtig, der Fall muss da bekannt sein und die Tatsache dass der Fall übernommen/bezahlt wird muss auch stehen) … dann gibts darauf von Seiten der Versicherung eine Versicherungsnummer (die dir der Kunde oder gleich die Versicherung gibt), du kannst dir quasi von der Versicherung dann bestätigen lassen, dass Kunde Schaden bei Versicherung gemeldet hat und die Versicherung das übernimmt. Dann gibt es abtretungserklärungen, wie das bei Versicherungen genau heißt weiß ich nicht ganz genau – hast doch sicherlich einen Vertreter deiner Versicherung bei dem du da anhorchen kannst. Tjoa… somit hast du die Forderung dann quasi gegenüber der Versicherung und nicht mehr der Kunde… ob dies für dich Sicherheit genug ist weiß ich nicht… bei mir hat das bei kleineren 4stelligen Preisen niemals Probleme gegeben. Voraussetzung hier quasi, Bestätigung der Versicherung dass der Schaden in Summe X übernommen wird und Abtretung der Forderung die dein Kunde ggü der Versicherung damit hat an dich, fertsch und der Drops is gelutscht ^^

    • mario

      25. Mrz, 2014

      Eine Sache noch, die ich öfters von Freelancern höre oder mitbekomme. Die Leute machen sich viel zu viel nen Eimer über die Sorgen des Kunden. Dir kann es Wurscht sein, ob die Versicherung das Zahlt oder der Papst, der Kunde will was von dir und hat das zu zahlen. Ist der dazu nicht bereit und will keine Anzahlung leisten rennst du Erfahrungsgemäß ohnehin deiner Kohle hinterher.

      Versicherungsfälle würd ich da aber ausklammern aus meiner Aussage, da man, wie bereits gesagt, die Forderungen abtreten kann.